Taliahs Charas

Pax

 

Esturion

Pax glaubte lange Zeit, ihr Vater sei früher zur Forschung gezwungen worden, war er doch ein reiner Kila, der das Labor erst verlassen hatte, als er sich in eine Ypsilae von außerhalb verliebt hatte.
Als Kind hatte Pax sich vorgestellt, wie die beiden für ihre Liebe hatten kämpfen müssen, um gegen den Willen bösartiger Wissenschaftler zusammen sein zu können - und genau deshalb schloss sie sich auch den Aktivisten an, egal wie oft ihr Vater ihr erklärte, dass es nie so gewesen und er freiwillig im Labor gewesen war.

Ein paar Mal machte Pax mit der Truppe das Leben der Forscher unnötig schwer, brach auch öfters in die Labore ein, kam jedoch nur ein einziges Mal nahe genug an einen Kila heran, um ihn " aus der Zucht befreien" zu können. Zu ihrem Schrecken riss der befreite Mann sich jedoch los und eilte zurück zu seiner Familie. Erst ihm konnte Pax zuhören und erfuhr so, dass die Kila tatsächlich freiwillig im Labor waren, niemand das Paar gezwungen hatte, zusammen zu finden und sie sich von sich aus verliebt und eine Familie gegründet hatten. Ihre Kinder könnten, wenn sie alt genug waren, selbst entscheiden, ob sie bleiben wollten und würden, um ihnen die Entscheidung so leicht wie möglich zu machen, oft nach draußen kommen, um beide Welten kennen lernen zu können.

Die Geschichte der Klia rüttelte gewaltig an Pax' Weltanschauung, doch konnte sie nicht lange bleiben, wollte sie nicht vom Sicherheitsdienst verhaftet werden. Noch vor dem Laborkomplex versuchte sie, ihrer Gruppe klar zu machen, was sie in Erfahrung gebracht hatte und wie falsch sie bisher gedacht hatten, jedoch ohne Erfolg. Viel mehr wurde sie aus der Gruppe geworfen, die ihr drohte, es hätte schwerwiegende Konsequenzen, würde sie ihnen jemals in die Quere kommen.

Pax hatte allerdings Anderes im Sinn: Zuerst entschuldigte sie sich bei ihren Eltern, bevor sie sich im eine Stelle beim Sicherheitsdienst der Labore bewarb. Sehr zum Stolz ihres Vaters bekam sie den Job, wurde aber fernab der Kila eingesetzt, sowohl um sie vor ihren einstigen Freunden zu schützen, als auch um sicher zu gehen, dass sie nicht doch noch Teil der Aktivisten war und man so hoffte, sie im Zweifelsfall unschädlich zu machen.

Die junge Frau akzeptierte die Bedingungen für ihre Stelle und dreht seither ihre Runden, ist aber häufig bei der einen oder anderen Testperson anzutreffen, um Gesellschaft zu leisten oder zu tratschen, während sie auf den Kamerabildern ihrer Uhr das Gebäude genau im Blick haben kann.

So traf sie auch auf Atesh, als der Ypsilae zu seiner Cyborg-Umwandlung ins Labor verlegt wurde.